Unsere Reise mit

HYDRA II

Eine neue Segelsaison

   
23.04.2010 - Ende Mai  


Am Anfang steht die Arbeit


28.05.2010
Moana
Moana ist ein 50 Fuß Alu-Katamaran. Bevor ihr weiter lest, schaut euch erst mal die Bilder an. Würdet ihr glauben, dass dieses Schiff im Eigenbau entstanden ist? Wir konnten es zumindest anfangs nicht glauben. Bis wir Hans und seine Frau Iria näher kennen lernten und sie uns von ihrem Projekt erzählten, das insgesamt fünf Jahre gedauert hat. Das Design stammt von dem Australier Peter Kerr. Da Hans die Grundform zu eckig erschien, hat er bereits hier die ersten Änderungen vorgenommen. Und eine Ausbildung zum Alu-Schweißer hat er auch gleich noch gemacht, sonst hätte das Schiff nicht zertifizert werden können, was wiederum für den Wiederverkauf sehr wichtig ist. Gebaut haben die beiden in Schweden, Hans Heimat, sie leben allerdings in der Schweiz. Der Bauplatz lag 100 km von der Küste entfernt. Allein der Aufwand um das Schiff ans Meer zu bringen war unglaublich. Zäune mussten eingerissen werden, Bäume gefällt und sogar eine Mauer wurde eingestürzt. Die Anwohner waren so stolz auf dieses Riesenprojekt in ihrer ländlichen Region, dass sie Untersützung zeigten, wo sie nur konnten. Hans und Iria sind dann 2008 von Schweden nach Griechenland gesegelt. Plan oder Traum war ursprünglich auch eine Weltumsegelung. Mittlerweile gibt es allerdings noch eine kleine Moana, die zweijährige Tochter und ihre dreimonatige Schwester, so dass die Segelpläne stark reduziert wurden. Hans überlegt sogar ernsthaft, das Schiff zu verkaufen, da die Kosten überhand nehmen. Hoffentlich kann er es noch eine Weile halten. Wir freuen uns jedenfalls, dass wir die beiden kennen gelernt haben und hoffen noch den einen oder anderen netten Abend miteinader verbringen zu können. Wen das Projekt ausführlicher interssiert, der kann sich hier informieren.

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Kaum zu glauben, ...
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... aber wahr:
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Dieser Riesen-Kat ist ein Eigenbau
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Die Skipper vertieft in "Fachgespräche"
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Hans...
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... beim Lackieren
 
 
 
 


24.05.2010
Pfingsten
Pfingsten in Messolongi ist sehr speziell. Es ist eigentlich das Fest der Zigeuner. Vier Tage bzw. Nächte lang ziehen sie, gemeinsam mit den Griechen, musizierend und tanzend durch die Straßen. Na ja, falls man das Musik nennen kann. Es ist eher ein Ohren betäubender Lärm, der ein wenig an indische Musik erinnert, aber in erster Linie eben einfach nur laut ist. Das „Festival“ beginnt am Samstag Abend. Jannis und seine Frau Roula laden uns zum Essen in die Stadt ein. Auch hier natürlich Tanz und Musik, was die Unterhaltung etwas erschwert. Aber Roula ist eine energische und unterhaltsame Person und von dem Krach um sie herum relativ unbeirrt. So wird es ein amüsanter Abend und wir fallen um zwei Uhr todmüde und mit dröhnenden Köpfen in die Koje.

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Pfingsten in Messolongi
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Musizierend ...
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... und tanzend, ...
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... ziehen die Zigeuner durch die Stadt
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Mit Jannis nebst Frau und Tochter sitzen wir in der ersten Reihe.


Am Sonntag ist ab 14:00 in der Marina Grillen angesagt, was wir schon vom letzten Oktober her kennen. Jeder bringt sein Fleisch und einen Salat mit und dann wird gemeinsam gegrillt und gegessen. Eine schöne Initiative von einigen Langzeit-Liegern. So lernt man jedes mal wieder ein paar neue Gesichter und Geschichten kennen.
Um 19:00 ist schon der nächste Programmpunkt: Vor der nahegelegenen Kirche werden die Pferde des Ortes und aus der Umgebung gesegnet. Danach ziehen Ross und Reiter durch die Stadt, begleitet von der, uns inzwischen ja schon bekannten, Zigeunermusik. Ziel ist ein Kloster in den Bergen. Dort verbringen sie die Nacht und kehren am nächsten Morgen zurück. Natürlich lassen wir uns dieses Schauspiel nicht entgehen. Vor der Kirche versammeln sich auf Hochglanz gestriegelte und geschmückte Pferde. Ziemlich wild geht es dabei zu. Es sind einige recht ungezähmte Hengste dabei, die die Menge aufmischen. Da ist es besser ein bisschen in Deckung zu gehen. Die Musik tut noch ihr Übriges dazu und reizt die eh schon hoch angespannten Tiere. Nur mit Mühe gelingt es den Reitern, ihre Pferde durch die engen Gassen zu bugsieren.

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Sonntägliches Grillen in der Marina.
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Da kommt der Appetit von alleine
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Heißblütig: Ross und Reiter
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Liebevoll geschmückt ...
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... und gebürstet.
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Egal ob in alter Tracht ...
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... oder natürlicher Pracht, ...
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Hauptsache mitgemacht.
 
 


Den Pfingstmontag lassen wir geruhsam ausklingen. Wir radeln nach Tourlida, das am offenen Meer liegt – im Gegensatz zu Messolongi, das sich weit hinten in der Lagune befindet. In Tourlida gibt es einige nette Fischlokale und wir essen ausgesprochen gut zu Mittag. Der Weg dorthin ist Bettinas tägliche Laufstrecke und birgt viele schöne Fotomotive.

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Der Skipper ist satt und zufrieden, ...
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... kommt aber an der Rechnung leider nicht vorbei.
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Die typischen Stehlenbauten entlang der Straße durch die Lagune
 
 


21.05.2010
Regen!
Ja, den gibts auch bei uns und "not to knap" wie wir Engländer sagen. Seit letzten Sonntag ist es relativ kühl geworden und seit zwei Tagen regnet es immer wieder heftig. Ich weiß schon, das ist nichts gegen den Mai in München. Aber wir dachten uns, dass es euch vielleicht ein bisschen tröstet, zu hören, dass es hier auch nicht so schön ist. Und ihr könnt immerhin die Heizung einschalten. Die könnten wir langsam auch gebrauchen. Im Moment behelfen wir uns mit der dritten Kanne Tee und der nächste Regenguss prasselt schon wieder auf uns nieder - da brauchts dann doch noch einen Metaxa zum Tee.

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Regen-...
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...tropfen, die ...
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... an mein Fenster klopfen.
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Oder die, die...
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... vom Sonnen(!)dach tropfen.


19.05.2010
Hoher Besuch
Das Management der Marina Messolongi gibt sich die Ehre an Bord von Hydra zu dinieren. Na gut, ganz so förmlich wars dann doch nicht, auch wenn es auf dem Foto vielleicht so aussieht. Wir hatten spontan Jannis und seinen holländischen Partner Jo zu Bettinas "berühmten" Chicken-Curry eingeladen. Jannis bekam gleich Schweißausbrüche, obwohl die Köchin sich Schärfe technisch absolut gemäßigt hatte.
Ach ja, und Jo wäre zu Anfang beinah ins Wasser gefallen, weil unsere Gangway nicht richtig auf dem Kai auflag. Beides tat dem Fortgang des Abends aber keinen Abbruch. Jannis wusste einiges über Korruption und den Umgang mit griechischen Behörden zu berichten. Und von Jo haben wir haarsträubende Geschichten über holländische Polizeimethoden erfahren.
An der Stellen wollen wir allen Seglern die Marina Messolongi wärmstens empfehlen. Nicht nur das "Management" ist super nett. Alle Mitarbeiter angefangen von Mata, der Sekretärin bis zu Spiros und Thassos - sie machen quasi alles von Security über Schiffsbetreuung bis zu Bauarbeiten - sind extrem freundlich und hilfsbereit. Egal ob es darum geht Ersatzteile aus Athen zu bestellen oder den besten Friseur in Town zu finden, Martha weiss alles und hilft sofort. Jeder ankommende Segler wird von Spiros oder Thassos eingewiesen und mit einem freundlichen "Welcome to Marina Messolongi" begrüßt. Auch wenn die Marina noch im Aufbau ist, verfügt sie bereits über ausreichend sanitäre Anlagen, die sehr gepflegt sind. Hydra wird auch nächsten Winter hier verbringen, denn bei Jannis und Jo wissen wir sie in guten Händen. Hinzu kommt die Lage: Die Marina liegt gut geschützt in einer tief eingeschnittenen Lagune. Weitere Informationen findet ihr unter Messolongi Marina

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Jannis und Jo - das Marina Management
 
 
 
 


17.05.2010
Hydra schwimmt wieder
Eigentlich sind wir ja inzwischen schon recht routiniert, was das "Kranen" von Hydra betrifft. Und trotzdem ist es jedes Mal wieder ein aufregendes Ereignis, wenn sie so am Haken hängt. Die Leute von Jannis arbeiten wirklich sehr genau und umsichtig - sie ziehen an Bord sogar die Schuhe aus. Aber was, wenn doch mal einer von den Schäkeln bricht, oder einer der Gurte nicht hält....? Besser nicht dran denken. Und es geht ja auch diesmal wieder alles gut. Selbst das Wetter spielt mit. Nach dem gestrigen, eher stürmischen und regnerischen Tag, sind wir froh, dass es heute zwar bedeckt und eher kühl ist, aber zumindest der Wind nachgelassen hat.
Um den heutigen Termin halten zu können, waren wir die letzten Tage enorm fleißig. Nachdem wir Hydra obenrum auf Hochglanz poliert hatten, war gestern der Unterwasseranstrich fällig. Wir arbeiten im Akkord, jeder Rumpf braucht zwei Anstriche. Als wir abends leicht benebelt ins Bett fallen, wissen wir nicht so recht ob es an den Dämpfen der Antifouling-Farbe liegt oder vielleicht doch eher am Wein. Zur Belohnung für die intensiven Arbeitstage waren wir abends auswärts essen. Sehr gut, sehr günstig, und der Wein war ausgesprochen gut.
In jedem Fall ist Hydra jetzt wieder in ihrem Element und wir lassen den Tag eher faul ausklingen. Morgen geht's dann weiter mit der Arbeit.

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Achtung - Es geht los!
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Kritischer Blick vom Skipper
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Aus der Nähe siehts schon besser aus
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Anweisungen vom Kranführer
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Selbst Jannis - der Chef - fasst mit an
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Und schong hängt Hydra in der Luft
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Sie steigt höher...
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...schwebt an den Masten vorbei..
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und sinkt langsam, aber sicher wieder
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Die Helfer kommen an Bord
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Erst Wasserberührung - salzig!?!
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Auch der Skipper ist wieder in seinem Element
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Spiros entfernt den letzten Gurt
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Ab jetzt hat der Skipper das Ruder wieder in der Hand
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Die erste Fahrt der Saison



14.05.2010
Wir gratulieren!
Das wichtigste Ereignis des Tages findet heute in München statt: Klaus Vater wird 75! Und wir können leider nicht dabei sein. Daher auch auf diesem Weg noch mal die herzlichsten Glückwünsche! Das Feiern holen wir dann auf Hydra nach.
Von hier gibts ansonsten nicht viel zu berichten, außer: Putzen, Polieren, Polieren, Putzen....Wir sind in der Tat beide (!) ziemlich fleißig und stehen morgens um 7:00 auf. Das ist es noch nicht so heiß zum Arbeiten. Montag soll's ins Wasser gehen und bis dahin gibts noch viel zu tun.
Zum Abschluss des heutigen Polier-Tags, bringen wir noch einen neuen Schriftzug an. Hydra hat nämlich den "Heimathafen" gewechselt: München! Na gut, Hafen ist das vielleicht keiner, aber Hydra ist ja auch beim ADAC registriert und den stört das scheinbar nicht.

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Poliern in "luftiger" Höhe
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Hydra ist jetzt auch ein "Münchner Kindl"
 
 
 


10.05.2010
Zurück in Messolongi
Gestern sind wir aus Athen zurück gekommen. Unser kleiner "Miet-Polo" war ziemlich vollgepackt. 30 kg Antifouling-Farbe, diverse Ersatzteile für unsere Maschinen und noch ein Teil des Gepäcks aus München, das wir bei Jannis gelassen hatten. Ich bin froh, wieder aus Athen draußen zu sein. Diese Stadt macht mich jedesmal mehr fertig. Es ist einfach ein einziger Moloch. Hinzu kam, dass mal wieder Südwind war, da hängt der Himmel voller Sahara-Sand, was regelrecht bleiern auf Leib und Seele drückt. Gut, dass wir unsere "Oase", das Trikiklo, haben. Inzwischen zählen wir in dieser schönen Kneipe schon zu den Stammgästen und werden mit Handschlag begrüßt. Diesmal waren wir an beiden Abenden dort, weil wir keine Lust auf den Trubel in der Plaka hatten. Am zweiten Abend treffen wir Georgios und sprechen natürlich auch mit ihm über die Situation im Lande.
Die Arbeit will uns heute noch nicht so leicht von der Hand gehen. Wir gönnen uns einen "Bummeltag" und kruschten so vor uns hin, allerdings mit dem festen Vorsatz morgen wieder richtig "ranzuklotzen".

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Kaffeepause...
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...in der Skippers Bar in Kalamaki
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Mit Georgios im Trikiklon
 
 


07.05.2010
Ausflug nach Athen
Die Polierarbeiten sind weitestgehend abgeschlossen und wir fahren nach Athen, um Jago die Poliermaschine zurückzubringen. Gestern und vorgestern waren Marion ud Rainer abends bei uns an Bord. Gekocht wurde abwechselnd. Es waren zwei weitere ergiebige und ausgiebige Abende. Heute Morgen sind sie dann mit ihrer "Samba Pati" gen Osten aufgebrochen. Schade, wir hätten gerne noch mehr Zeit miteinader verbracht. Aber das kennen wir ja schon: Das Seglerleben besteht aus Abschieden.
Gegen 13:30 machen wir uns - diesmal mit Mietwagen - auf den Weg nach Athen. Das, was in den letzten Tagen aus der griechischen Hauptstadt zu hören war, hat uns alle betroffen genacht. Allerdings ist es auch hier, wie überall auf der Welt, eine kleine Guppe Radikaler gewesen, die zu diesen Ausschreitungen geführt hat und die vor allem dieses Verbrechen, bei dem drei Menschen sterben mussten, begangen hat. Wir merken in Athen nichts mehr von dem Ganzen und nach wie vor auch nichts von der viel zitierten Feindlichkeit gegen Deutsche. Es herrscht der übliche Freitag-Nachmittags-Stau und wir sind froh, als wir endlich bei Jannis ankommen.

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Marion und Rainer an Bord von Hydra
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Und schon sind sie wieder weg ...
 
 
 


04.05.2010
Die erste Bekanntschaft der Saison
Wir lernen Marion und Rainer kennen, ein Ehepaar aus der Gegend von Frankfurt. Rainer ist quasi schon im Ruhestand. Er hatte einen Weinhandel mit Lokal und hat beides verkauft. Marion lebt ein sehr interessantes Work-Life-Balance-Model: Sie ist pro Monat eine Woche zuhause und arbeitet als Coach und Supervisorin im Bereich Sozialpädagogik und die restlichen drei Wochen ist sie gemeinsam mit Rainer auf dem Boot unterwegs. Sie laden uns auf ein Glas Wein ein, aus dem dann zwei Flaschen werden und ein sehr vergnügter und unterhaltsamer Abend. Tagsüber hat Klaus Hydra auf Hochglanz gebracht. Wir haben uns von Jago in Athen eine Poliermaschine ausgeliehen und die müssen wir Freitag zurückbringen.


03.05.2010
Schon wieder Putzen
Nachdem Klaus gestern das Unterwasserschiff angeschliffen hat, ist heute eine gründliche Reinigung des ganzen Schiffes angesagt. Das dient zur Vorbereitung des anschließenden Polierens. Das sind immer die Momente, in denen ich es sehr bedauere, dass wir einen Katamaran haben. Wir putzen, schleifen und polieren eben immer gleich zwei Schiffe. Wobei ich betonen muss, dass Klaus die Hauptarbeit erledigt. Ich versuche mein Bestes ihn bei Laune zu halten und kümmere mich um sein leibliches Wohl.

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Schleifen ... schleifen ...
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... und noch mehr schleifen ...
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...dann ein bisschen putzen
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Zwischendrin ein kleiner Imbiss zur Stärkung
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Am Abend erschöpft aber zufrieden


02.052010
Ausquartiert....
.....haben wir leider ein Spatzenpaar. Sie hatten begonnen, in unserem Baum ein Nest zu bauen. Und zwar ein recht komfortables. Sprich, sie hatten schon den halben Baum mit Stroh ausgestopft. Zum Glück haben sie noch keine Eier gelegt. Wenn wir in ein oder zwei Wochen ins Wasser gehen, würden sie ihre Brut bestimmt nicht mehr finden. Also entfernt Klaus das ganze Baumaterial besser gleich. Die Bewohner schauen entsetzt zu und verstehen die Welt nicht mehr. Natürlich tut uns das im Herzen weh, aber in dem Fall gehts leider nicht anders.

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Wohnungsräumung
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Der Mieter versteht die Welt nicht mehr...
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...all die viele Arbeit umsonst
 
 


01.05.2010
Tag der Arbeit
Auch bei uns und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Wir schrubben Hydra den Dreck weg und machen unser Zuhause wieder wohnlich. Allmählich sieht sie schon wieder ganz gut aus. Zum Glück ist es sonnig und sommerlich warm, da macht das Rumpritscheln mit Wasser sogar ein bisschen Spaß.


30.04.2010
Wiedersehen mit Hydra
Heute brechen wir nach Messolongi auf. Zeit wird es, dass wir zu unserer Hydra kommen. Die Busverbindungen hier in Griechenland sind nicht schlecht. Es gibt fast stündlich einen Bus nach Messolongi und das riesen Bus-Terminal ist gut organisiert. Nach ca. 3,5 Stunden kommen wir gegen 18:00 in der Marina an. Erst mal gibt es ein großes Hallo mit Jannis (ja, die heißen hier alle so). In dem Fall ist es der Marina-Chef, der uns auch letzten November in München besucht hatte und sich mit unserer Hilfe einen gebrauchten Mercedes gekauft hat. Hydra sieht ein bisschen traurig aus und ist in eine Schicht aus Saharasand, Vogeldreck und Spinnweben gehüllt. Da gibts einiges zu tun. Aber heute nicht mehr!
Wir fahren noch schnell mit Jannis Auto zum Lidl, um Wasser, Milch und was man sonst so an Grundnahrungsmitteln braucht, einzukaufen. Denn morgen ist auch hier Feiertag. Danach gehen wir noch was essen und dann bald ins Bett.

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Die Marina von Messolongi...
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...Hydras Quartier für den letzten Winter
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Direkt alleine war sie hier nicht.
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Und die Aussicht...
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...ist auch nicht so schlecht



27.04.2010
Noch mal Glück gehabt - oder der etwas andere Sturm im Wasserglas
Der Tag fängt schon mal gut an. Wir sind in Kalamaki in der Nähe unserer ehemaligen Marina in Athen und besorgen einige Ersatzteile für unsere Maschinen. Als ich bezahlen will, stelle ich fest, dass mein Geldbeutel nicht da ist. Sch....nicht schon wieder, das hatten wir doch letztes Jahr schon. Die Rekonstruktion des letzten Abends ergibt zwar, dass er eigentlich nur "zuhause", also bei Jannis, sein kann, aber weiß man's? Zur Sicherheit fahre ich zurück um mich dann erleichtert und mit Geldbeutel mit Klaus zum Mittagessen in der Strandtaverne in Kalamaki zu treffen. Hier sitzen wir ganz entspannt und genießen den Blick aufs Meer. Auf einmal sehen wir wie sich ein Windhose aufbaut und den Strand entsprechend aufwirbelt. Ein rechtes Spektakel, das sich da den Strand entlang wälzt. Plötzlich merken wir, dass sich dieser Mini-Tornado direkt auf uns zu bewegt - wir sitzen natürlich in der ersten Reihe, also direkt am Strand. Da stehen auch diese riesigen Sonnenschirme mit den nicht minder großen Betonfüßen. Auf einmal geht alles so schnell, dass ich gar nicht schalten kann. Der Schirmfuß, der direkt vor mir an unserem Tisch steht, wird über zwei Meter hoch in die Luft gehoben. Klaus ruft noch "weg" und ich will Richtung Strand laufen. Ich schau nach oben, der Betonfuß ist direkt über mir. Ich denke noch: Da kommst du nicht mehr raus, der erwischt dich. Im nächsten Moment landet der Schirm wenige Zentimeter neben mir. Da hab ich wohl ziemlich Glück gehabt, meint zumindest Klaus. Wenn der Betonfuß mit seinen gut 50 kg mich am Kopf getroffen hätte.......da denken wir mal lieber nicht weiter.

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Die zerstörten Schirme nach dem Tornado
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Und wir mitten drin
 
 
 


26.04.2010
Streik
Jetzt trifft es uns doch! Diesmal sind es die öffentlichen Verkehrsmittel, die bestreikt werden. Allerdings nur zwischen 11:00 und 17:00. Also machen wir uns frühzeitig auf den Weg nach Piräus, wo wir noch einige Sachen für das Schiff besorgen wollen. Das ist schneller erledigt als erwartet und so bleiben uns noch gut zweienhalb Stunden, bevor wir den Rückweg mit der Tram wieder antreten können. Die verbringen wir in einem netten Café oberhalb von Zea Marina, einer sehr exklusiven Marina in Piräus. Zur Tram nach Faliro gehen wir zu Fuss und nutzen die Gelegenheit, in Mikro Limano noch ein paar Fotos zu machen. Bisher waren wir in diesem malerischen Hafen immer nur am Wochenende und da ist meistens die Hölle los. So leer wie diesmal haben wir es noch nie erlebt.
Abends treffen wir uns mit Silke, meiner früheren Kollegin von Siemens in Athen, und ihrem Mann Manolis. Wie schon die Male zuvor, sind wir gleich in intensive Gespräche vertieft. Das beherrschende Thema ist diesmal natürlich die Krise in Griechenland. Über die Fakten seid ihr aus den deutschen Medien sicherlich besser informiert. Die Menschen hier sind größtenteils geschockt und besogt über ihre Zukunft und die ihrer Kinder. Die meisten verstehen gar nicht, wie es so weit kommen konnte und wieso die ganze Welt so einen Hass auf Griechenland und die Griechen hat. Von dem viel zitierten Hass der Griechen gegen die Deutschen spüren wir bis jetzt eigentlich gar nichts.

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Mikro Limano
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Der idyllische, kleine Hafen
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Man sitzt mittendrin zwischen den Fischerbooten...
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... oder Motoryachten
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Noch ist alles ruhig
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Die Gäste lassen heute auf sich warten
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Impressionen...
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Olympiakos Piräus zeigt Flagge...
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...so wie auch einige der Yachtclubs...
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...und der griechisch-französische(?) Fischer



23.04.2010
Wieder in Griechenland
Weder der Vulkan, noch irgendwelche Streiks in Griechenland, stehen unserem Abflug im Weg und so landen wir planmäßig um 14:45 in Athen. Der erste Abend führt uns gleich in die Plaka in unsere Lieblings-Ouzo-Kneipe in der Adrianou. Von Jannis, unserem ehemaligen Charter-Partner, bei dem wir diesmal wohnen, sind wir in einer halben Stunde zu Fuß da. Der Weg rund um die Akropolis gehört zum absoluten Muss. Und der Blick, den wir während des Essens genießen, ist einfach phänomenal. Der beleuchtete Akropolis-Hügel mit dem Nike-Tempel hat etwas sehr Erhabenes. Hier meint man die Stimmen der Götter noch zu hören - oder sind es doch nur die Straßenverkäufer?

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Der beleuchtete Nike-Tempel...
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...auf dem Akropolis-Hügel
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Und das Asteroskopion
 
 

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