Unsere Reise mit

HYDRA II

In der Ägäis

   
01.09.2010 - Ende September  


Mit Gästen in die Kykladen


21.09.2010
Abschied und Höllenritt
Syros - Kap Sunio, 52 Seemeilen, klingt nach nicht viel. Aber der Tag wird zu unserem bisher "heftigsten" Segeltag. Am Morgen verabschieden wir Maria und Willi. Die beiden werden uns fehlen. Wir hatten eine wirklich schöne Zeit miteinander, haben viel gelacht und interessante Gespräche geführt.
Im Lee von Syros setzen wir Groß und Genua, beide bereits im zweiten Reff. Aber schon schnell wird klar, dass selbst das noch zu viel ist! Also drittes Reff ins Groß, wir haben Wind weit jenseits der 30 Knoten. Zwischenzeitlich wechseln wir das Groß ins zweite Reff, aber nur für eine halbe Stunde, dann ist wieder Schluß damit. Die 23 Meilen bis an die Nordspitze von Kythnos schaffen wir so in knapp 3 Stunden, also fast 8 Knoten im Schnitt. Die Zahlen sagen aber nur die halbe Wahrheit, der Seegang ist phenomenal. Bei so mancher Welle auf unserem Halbwindkurs denkt man, kann der Kat auch wirklich nicht umkippen. Hoffentlich hat sich der Konstrukteur nicht geirrt! Wenn eine Welle an die Luvseite bricht, ergiessen sich Kaskaden von Wasser über unser Schiff. Die Kapitana steuert unbeirrt weiter und das fast die gesamte Strecke. Den Kanal zwischen Kythnos und Kea können wir auf Raumschotkurs zurücklegen, da wirkt gleich der Seegang nicht mehr so dramatisch. Klaus ließt am GPS 12,4 Knoten Geschwindigkeit ab! Und das im dritten Reff, von der Genua ist kaum noch was zu sehen. Ab der Südspitze von Kea müssen wir hoch an den Wind. Also alle Schoten dichtgeholt und mit 7 - 9 Knoten fliegen wir gegen eine nicht mehr ganz so hohe See Richtung Kap Sunio. Ganz können wir das Kap nicht anlegen, drum motoren wir die letzten beiden Seemeilen in die Bucht, zum kreuzen haben wir keinen Bock mehr. In der Bucht wehts natürlich auch noch richtig, aber unser Anker hält beim ersten Versuch. Unser Windmesser zeigt 41 Knoten maximale Windgeschwindigkeit an. Wir sind beide ziemlich geschafft, machen die Reste vom Ratatouille warm und legen uns danach abwechselnd schlafen.

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Tagesziel: Tempel am Kap Sunio ...
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... und schon verschwindet die Sonne
 
 
 

20.09.2010 Standort

Letzter Tag für die Gäste
Bettina muss leider wieder zum Zahnarzt, sie hat Schmerzen. Glücklicherweise sind es aber nur die "normalen" Nachfolgen der Extraktion und keine neuerlichen Probleme. Reinhard kommt noch kurz vorbei, bringt neben den bestellten zehn Litern Motoröl noch eine Flasche von seinem Wein mit und geht schnell einen Runde schwimmen. Sein selbstgemachter Wein, der jetzt schon ein Jahr gelagert ist, schmeckt allen ausgezeichnet, das Altern hat ihm gut getan. Am Abend nochmals im Foradenes, jetzt leider zum Abschiedsdinner. Nachdem wir uns von den Wirtsleuten für dieses Jahr verabschieden, bekommen wir auch noch einen selbstgemachten Likör geschenkt. Windfinder, unsere bevorzugte Website für den Wetterbericht, sagt für morgen um die 30 Knoten und am Mittwoch noch mehr Wind vorraus. Da liegen wir in Kythnos gar nicht gut und müssen zudem am nächsten Morgen noch 5 Seemeilen genau gegenan um die Nordecke rum. Dann lieber gleich bis Kap Sunio durchsegeln, da blästs auch ganz ordentlich, aber wir haben viel Platz, wenn mal der Anker nicht halten sollte. Macht zwar für morgen 50 Seemeilen, aber bei dem Wind, meist Halbwindkurse, sollten wir das schon schaffen. Wir werden noch sehen ...

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Bettina auf dem Weg zum Zahnarzt...
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...heute mal mit Hut.
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Hydra am Anleger in Finikas
 
 

19.09.2010 Standort

Rinea - Finikas
Kaum ein Windhauch, fast spiegelglatte See auf der gesamten Strecke. In Finikas angekommen geher wir nochmals vor Anker, da können wir besser baden und am Morgen in den Teich springen. Das bevorzugen auch unsere Gäste. Bei einem Anruf im Reisebüro stellt sich zudem heraus, dass morgen nur eine Fähre nach Paros ablegt, und das schon um acht Uhr Morgens. Also beschließen Maria und Willi,die dort noch ein paar Tage relaxen wollen, sie reisen erst Übermorgen ab. Zum Abendessen fahren wir mit dem Dinghi ins Foradenes. Dort stellen wir beim Studium des Wetterberichtes fest, dass es ab Dienstag wirklich blasen soll. Nicht ganz wenig, aber das sollten wir schaffen.

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Abendstimmung...
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...in Finikas
 
 
 

18.09.2010 Standort

Kurze Etappe
Morgens in Mykonos, Abends in Rinea. Weil der Wetterbericht bis Montag wenig bis keinen und ab Dienstag richtig Wind vorhersagt, beschließen wir, wieder nach Finikas zurückzukehren. Deshalb segeln wir nur nach Rinea, auch weil die Bucht allen so gut gefallen hat. Da nur 8 Seemeilen zurückzulegen sind, entscheiden wir uns gegen den Spi, der Aufwand ist uns eingfach zu groß. Die 5 Segel-Seemeilen legen wir ganz gemächlich nur mit der Genua zurück. Der Nachmittag wird mit baden, relaxen und viel lesen verbracht. Als Abendessen bereitet Bettina ein Ratatouille zu. Unseren Gästen schmeckts köstlich, aber für die beiden zu kochen macht auch echt Spaß. Die Nacht wird völlig ruhig, kein Windhauch kräuselt die Wasserpberfläche.

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Hydra im Ormos Ornos
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Strandidylle im Ormos Ornos
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Touristengrill in Mykonos ...
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... aber es gibt noch Fischer
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Sundowner in Rinea

17.09.2010 Standort

Grund zu feiern?!?!
Der heutige Tag fängt schon mal gut an, es gibt ein Frühstück à la Chef mit den berühmten Spiegeleiern mit Speck. Eingeweihten ist beim Datum und der Überschrift sicher gleich eingefallen, dass es sich nur um den von Bettina so gerne "zelebrierten" Jahrestag handeln kann: "Damals auf Patmos...." ;-) Naja, aber Grund zum Feiern sind 16 gemeinsam und ganz gut miteinader verbrachte Jahre ja durchaus. Wenn gleich die Gemeinsamkeit heute Nacht beinahe ein jähes Ende genommen hätte. Bettina bat den Skipper, nicht so zu schnarchen, was zu guter letzt beiden den Schlaf geraubt hat. Aber wenn's mehr nicht ist....Bettina beschert es einen schönen Sonnenaufgang und Klaus findet doch noch in den Schlaf zurück. Er wacht nicht einmal von den im Morgengrauen schießenden Kaninchen-Jägern auf. Diese Knallerei ist der einzige Nachteil uunseres ansonten wunderschönen Ankerplatzes. Nach dem Frühstück und ausgiebigen Schwimmeinlagen, gehen wir Anker auf Richtung Mykonos. Da wir mehr Zeit zum Segel Setzten und Bergen brauchen als uns zum Segeln bleibt, motoren wir die 5 Seemeilen bis nach Ormos Ornos im Süden von Mykonos. Die Bucht ist mittlerweile komplett zugebaut, aber wegen der griechischen Architektur, kleine Häuser, sieht das immer noch recht malerisch aus. Klaus, bringt Maria und Willi zum Steg, wo sie den Bus nach Mykonos-Stadt nehmen. Bettina holt den versäumten Schlaf nach und der Skipper genießt die Ruhe. Zum Aperitif sind wieder alle vereint. Aus gegebenem Anlass gibt es heute Champagner aus den guten "Hochzeitsgläsern". Bester Laune machen wir uns anschließend auf den Weg zum Abendessen an Land. Man merkt nicht nur an den vielen Leuten, dass wir uns im Touristenzentrum befinden, auch die Preise sind entsprechend. Gemütlich und zufrieden lassen wir an Bord den Abend mit einem kleinen "Nachttrunk" ausklingen.

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Sonnenaufgang und ...
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Kaptains Frühstück zum "Feiertag"
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Champagner am Abend ...
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... für die Jubilare ...
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... und natürlich für die Gäste


Willi und Maria besuchen Mykonos

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Maria und Willi besuchen Mykonos
©Willi
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... Mykonos ...
©Willi
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... Mykonos ...
©Willi
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... Mykonos
©Willi
 

16.09.2010 Standort

Von Finikas mach Rinea
Heute wollen wir wieder weiter. Nach dem Frühstück checken wir noch mal den Wetterbericht im Internet. HNMS hatte gestern, erstmalig in der Geschichte - zumindest in unserer - eine Korrektur des Wetterberichts ausgerechnet für unser Gebiet herausgegeben. Da wurde plötzlich NNW 6-7 statt der ursprünglichen 4-5 vorhergesagt. Aber heute ist davon keine Rede mehr und wir machen uns auf den Weg Richtung Rinea. Nach der letzten, nicht so schönen Erfahrung, ist es Maria und Willi noch ein bisschen mulmig und sie nehmen vorsichtshalber jeder ein Pille. Doch heute haben wir beste Segelbedingungen. Wenig Seegang und Wind aus NNW mit den ankündigten 4-5 Bft. Wir können gut am Wind segeln und nach und nach dreht er sogar auf Halbwind. Das mag unsere Hydra und die Steuerfrau ist auch ganz glücklich. Da ist es wieder, dieses Gefühl von unendlicher Freiheit und Weite, das Bettina so gerne überkommt, wenn sie am Steuer ist und Hydra durch die Wellen rauscht. Auch unseren Gästen gehts prächtig, sie sind nur ein bisschen müde von den Tabletten. Unser Ziel erreichen wir gegen 15:30 Uhr. Wir ankern in einer wunderschönen Bucht, mit smaragd- bis türkisgrünem Wasser. Leider lassen die Temperaturen auch hier langsam nach, das Badevergnügen fällt eher kurz aus. Wobei wir der Ehrlichkeit halber sagen sollten, dass wir immer noch von ca. 28°C Luft- und knapp 24°C Wassertemperatur sprechen. Aber mit dem Wind....naja, ein bisschen verwöhnt sind wir schon..Zum "Aufwärmen" gibt es einen "Spritz" als Aperetif und danach Bettinas Tomaten-Thunfisch-Spaghetti.

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Eingeholt! Den Mono lassen wir hinter uns.
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Willi und "sein" Enzensberger.
 
 
 


15.09.2010
Ein weiterer Tag in Finikas
Stamatis, mittlerweile von Jacobos beauftragt, wechselt heute Morgen unser Getriebeöl. Er hat auch den passenden Adapter, um das Öl abzusaugen. Und er überläßt uns sogar den Adapter, ab jetzt können wir selbstständig Getriebeöl wechseln. Das abgesaugte Öl sieht dann gar nicht so schlimm aus, Stamatis meint, für das Getriebe besteht keine Gefahr, es sind keine Metallpartikel erkennbar, alos kein Abrieb vom Getriebe. Das ist ja immerhin schon mal was. Über den Grund der Trübung können wir spekulieren, aber es könnten auch ein paar Wassertropfen sein, die durch den Antriebsstrang eingedrungen sind. Das wiederum bedeutet jede Menge arbeit im Winterlager, die Dichtungen müssen getauscht werden. Maria und Willi mieten sich ein Auto für eine Inseltour und Bettina fährt noch mal mit dem Bus nach Ermoupolis. Diesmal allerdings nur zum Vergnügen und ohne Zahnarztbesuch. Maria und Willi kommen ganz begeistert von ihrem Ausflug zurück. Sie haben nicht nur alle Buchten sondern auch den bergigen und kahlen Norden der Insel erkundet. Abends nutzen wir den Mietwagen noch mal und fahren zum Essen nach Azolimnos. Im "Filomenas" haben wir schon manch netten kulinarischen Abend verbracht und auch heute schmeckt es allen wieder gan ausgezeichnet.

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Abends im Filomenas ...
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... Willi vertilgt die letzte Sardine ...
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... und auch vom Nachtisch bleiben nur noch Krümel.
 
 

14.09.2010 Standort

Der Zahn wird gezogen ...
Jetzt ist es soweit, Bettinas Zahn wird gezogen. Etwas mulmig, fährt sie mit Maria und Willi nach Ermoupolis. Eine Stunde Schinderei für Arzt und Patient folgen und das Ganze für sage und schreibe 45 €. Erstaunlich fit kommt sie nach drei Stunden zurück, schläft aber erst mal eine Runde. Mittlerweile taucht auch Reinhard auf und gemeinsam mit Klaus macht er sich an die Kontrolle des Getriebeöls. Das Öl hat aber auch wirklich eine komische Farbe, und so diskutieren die beiden, was zu tun ist. Reinhard besitzt auch keinen Adapter, mit dem das Öl abgesaugt werden kann. Dieser Adapter wird an Stelle einer Schraube am Fuß des Getriebes im Motorraum eingesetzt. Das hat den immensen Vorteil, dass Hydra dazu nicht aus dem Wasser muss. In der Zwischenzeit findet Bettina die Rechnung der Getriebereparatur vom letzten Jahr, die ist auf den 14.09.2009 datiert! Also heute genau vor einem Jahr. D.h. wir haben noch Garantie. Sofort wird jede Arbeit eingestellt und Klaus ruft Jacobos an, dessen Werkstatt die Reparatur vorgenommen hatte. Er verspricht, sich mit der in Syros ansässigen Yanmar-Vertretung in Verbindung zu setzen. Das ist glücklicherweise Stamatis, den wir von unserer Überwinterung kennen. Er hat auch den Ruderschaden repariert und eine Menge Ahnung von Motoren und Schiffen. Dem vertrauen wir. Bettina gehts mittlerweile trotz nachlassender Wirkung der Spritze relativ gut und so gehen wir am Abend gemeinsam nochmals in Foradenes. Lang hält die "Geplagte" es allerdings nicht aus und verabschiedet sich bald in die Koje.

13.09.2010 Standort

"Kotzkurs"
Wir gehen die Etappe nach Finikas an, wir wollen dort Reinhard treffen um das Getriebeöl zu wechseln. Die Wettervorhersage ist NNW 5, locally 6. Das bedeutet mehr oder weniger genau gegenan. Die Segel setzten wir noch am Ankerplatz und kreuzen damit aus der Bucht. Natürlich passt der Seegang mal wieder nicht zur Windstärke, die mit 5 eigentlich ganz moderat ist. So springt Hydra ganz nett durch die Wellen. Unser Skipper hat damit spekuliert, dass der Wind mehr und mehr auf Nord dreht, je weiter wir nach Westen segeln. Und genau so kommts auch. Nach ein paar Wenden können wir unseren Wegpunkt am Süd-West-Kap von Syros tatsächlich anlegen. In der Zwischenzeit sind unsere Gäste allerdings in ihrer Kabine verschwunden. Wie sich leider später herausstellt, haben sie die meiste Zeit abwechselnd auf der Toillette verbracht und den Weg ins Cockpit nicht mehr geschafft. Kurz vorm Kap kommen wir dann in permanent drehende Winde und wir segeln mehr oder weniger eine Stunde auf der Stelle. Glücklicherweise nimmt der Wind immer mehr ab, je näher wir dem Kap kommen und so bergen wir die Segel und motoren die letzten 3 Seemeilen zum Ankerplatz. Während wir den Anker legen, kommt wieder Leben in unsere Gäste. Sie verlassen ihre Koje und haben sich bereits sichtlich erholt. Das Abendessen wird bereits wieder gemeinsam in "unserer" Internetkneipe, dem Foradenes, verzehrt. Da ist schon wieder alles vergessen und nur noch eine Anekdote.

12.09.2010
Badetag in Monastiri
Wir bleiben in Monastiri, der Wetterbericht sagt moderaten West voraus. Aber dort wollen wir hin. Also noch ein Ruhetag, den Maria und Willi sichtlich genießen. Nach dem schlechten Sommer in München sind die jetzt moderaten Temperaturen und das warme Wasser genau der richtige Einstieg in die Segelwoche. Wir bleiben genau vor der Kapelle liegen, bei West hat so der Wind keinen Anlauf, um eine Welle aufzubauen. Aber der Wind ist dann so schwach, dass er zum Segeln nicht reicht. Bettina macht am Abend ihr leckeres Curry, und obwohl Maria und Willi eigentlich kein Curry mögen, sind sie begeistert. Alles wird ratzekahl aufgegessen. Am Abend verbessern wir noch lange die Welt ...

11.09.2010 Standort

Ruhetag vor der Kapelle
Nach großem Frühstück und ausgiebigem Frühstück verlegen wir uns am Nachmittag in die Bucht. Wir entscheiden uns für einen Platz direkt vor der Kapelle. Gegen Abend ziehen dunkle Wolken auf und wir können quasi aus der ersten Reihe ein griechische Hochzeit in der Kapelle beobachten. Aber leider zieht das Gewitter nicht an uns vorbei, plötzlich dreht der Wind um 180 Grad und es beginnt wir aus Kannen zu schütten. Jetzt erweist sich die Platzwahl als goldrichtig, wir haben in alle Richtungen genügen Platz, damit sich der Anker wieder eingraben kann. Und er hält auch auf Anhieb, obwohl der Wind mächtig zulegt. Nachdem wir alle Pfützen im Schiff beseitigt haben, gibts die mitgebrachten Weißwürste. Und danach wieder eine langen Abend mit vielen Gesprächen.

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Willi und Maria bringen Weißwürst mit
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Aussicht Richtung Naxos
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Liegen vor der Kapelle
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Willi und Maria bei der "Arbeit"
 


10.09.2010
Schwarzer Freitag
Seit einigen Tagen hat Bettina ein "komisches" Gefühl bei einem ihrer Zähne. Jetzt ist es soweit, sie fährt zum Zahnarzt nach Parikia. Aber vorher verabschieden wir noch unsere Family und gehen zur Busstation. Stefan erklärt dabei Bettina, das vermutlich ihr Zahn raus muß, es ist nämlich der Zahn, bei dem bereits eine Wurzelresektion erfolgt ist. Und Bettina kommt mit genau dieser Diagnose zurück: der Zahn muß raus. Scheiße! Am Nachmittag säubert Bettina noch unsere Kabine. Weil dabei ja eh die Maschine freigelegt wird, kontrolliert Klaus auch die Backbordmaschine. Das Getrieböl ist schwarz! Da läuft was total schief, hoffentlich hält das Ding noch bis Finikas. Wir überlegen, was wir unternehmen können. Zunächst beziehen wir wieder unsere Internet-Stellung im Konstantza und telefonieren erstmal. Reinhard in Syros versucht für Montag das Werkzeug zu besorgen, das zum absaugen des Öls notwendig ist. Am Abend kommen spät in der Nacht Maria und Willi an. Nach einem Ouzo in einer der Marinakneipen fallen sie todmüde in ihre Kojen.

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Unsere Home-Base im Konstantza
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Kriesengespräch mit Reinhard
 
 
 

09.09.2010 Standort

Warten auf die neuen Gäste
Wir verlegen uns in die Marina, der Seegang hat beträchtlich nachgelassen. Zuerst versuchen wirs wieder längsseits, doch die Lage ist immer noch nicht erquickend. Hydra drückt wieder die Fender platt und so entscheiden wir uns vor Buganker festzumachen. Das sieht schon besser aus. Den Rest des Tages nutzen wir für Besorgungen, Klaus fährt mit dem Rad zum 5 km entfernten Dia Milch kaufen. Außerdem muß endlich die Wäsche zur Wäscherei. Und Hydra braucht noch eine Außenreinigung, sie ist immer noch salzverkrustet. Für alles zusammen brauchen wir den ganzen Tag. Kurz bevor wir zum Abendessen aufbrechen, kommen nochmals Doro und die Kids vorbei. Scheinbar fehlt ihnen unsere Hydra schon? Auf dem Weg bringen wir noch ein paar Leinen im Resto vorbei, die sie für die Objekte brauchen, die aus dem Fundus von Hydra entstehen sollen. Den Abend beschließen wir im Gemeni, unserer Lieblingstaverne in Naoussa. Das Hallo ist groß, Nikos, der Sohn des Hauses, freut sich sichtlich, dass wir ihn wieder besuchen. Wie immer ist das Essen hervoragend, das Lokal absolut empfehlenswert!

08.09.2010
Aufräumen
Ein bischen was ist noch zu erledigen, Wäsche sortieren, den Rest im Schiff säubern und noch tausend andere Kleinigkeiten. Nach großem Frühstück, Speck mit Spiegelei, machen wir uns an die Arbeit. Klaus wartet auch noch die Maschinen. Glücklicherweise beschränkt sich das fast immer auf Kontrolle und Motorraum reinigen. Die Bilgen werden auch noch kontrolliert und so vergeht der Tag wie im Fluge. Baden "müssen" wir ja auch noch.

07.09.2010
Unsere Gäste verlassen uns
Nachdem alle zusammen Hydra gereinigt haben, fahren wir in die Marina. Dort angekommen, ist die Lage nicht sehr rosig. Gleich beim anlegen, wir gehen längsseits, werden einige Fender nach oben geschoben und Hydra schabt fast mit der Bordwand an der Kaimauer. Einer muss immer aufpassen und die Fender zurückschieben. Das werden wir so schnell wie möglich beenden. Schade nur für unsere Gäste, die jetzt quasi von einer Minute zur anderen im warsten Sinne des Wortes auf der Straße stehen. Wir lassen noch schnell 450 Liter Wasser in die Tanks fließen, natürlich nachdem wir die Qualität überprüft und für gut befunden haben. Und schon gehts wieder los, wir müssen in eine nicht vorhandene Vorspring eindampfen, wegen des auflandigen Windes. Doro, Stefan und die Kids helfen beim Ablegen, und so geht auch dieses Manöver ohne Schrammen ab. Angekommen in der Bucht, wieder einmal Monastiri, machen wir unseren berühmten Salat. Danach wird erstmal geruht, geschwommen, geruht ....

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Nounou ...
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... Ruby und Bettina
 
 
 


06.09.2010
Ein weiterer Ruhetag
Stefan macht sich mit Ruby auf den Erkundungstrip. Diesmal fällt auch für uns was ab, sie finden in der Brandungszone auf der Außenseite der Halbinsel eine Lagerstätte von "Fleur de Sel" und bringen gleich mal eine große Ladung davon mit. Da wird morgen noch mehr geholt, beschließen sie sofort. Den Tag vergammeln wir gemeinsam, Doro macht mit den Kids einen Malkurs, der in München fortgesetzt werden soll. Die Idee von Flag-Art soll aufgegriffen werden. Sie wollen für alle den Anfangsbuchstaben ihres Namens malen und mit einigen Kleinigkeiten von Hydra bestücken. Mal sehen, das wird sicher interessant. Bettina fährt dann zum Einkaufen und Wetter-Check mit dem Kaiki nach Naoussa. Diesmal wird sie sogar abgeholt und später wieder zu Hydra zurückgebracht.

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Die Werke von: Ruby ...
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... Nounou ...
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... Johannes ...
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... und Doro
 

05.09.2010 Standort

Umkehr statt Naxos
Morgens macht sich Stefan mit Johannes auf den Weg, die Berge um die Bucht zu erkunden. Die Wanderung macht beiden sichtlich Spaß. Nach ausgiebigem Frühstück und langer Schwimmeinlage gehen wir Anker auf Richtung Naxos. Doch schon bei der Ausfahrt aus der Bucht ist mächtiger Seegang und dementsprechender Wind. In Naxos ist sicher noch mehr Wind und hinter dem Wellenbrecher bei diesen Bedingungen zu liegen, gefällt uns ganz und gar nicht. So entscheiden Bettina und Klaus, umzukehren und in der Bucht von Monastiri zu bleiben. Eine schlaflose Nacht sind ein paar Seemeilen nicht wert. Die Kids fahren zum nahegelegenen Strand zum plantschen und spielen. Am Nachmittag verlegen wir uns in eine andere Ecke der Bucht, nachdem der Wind nochmals zugelegt hat.

04.09.2010
Ruhetag in Monastiri
Nach den beiden letzten Tagen wollen wir unseren Gästen einen Ruhetag gönnen. Stefan hat zwar ausgeschlafen, aber Bewegung kommt erst gegen acht Uhr ins Schiff. Scheint doch zu schlauchen. Unsere Gäste nehmen das Kaiki und verbringen den Nachmittag in Naoussa. Beim Rückweg liefert der Skipper des Kaikis die fünf gleich direkt am Schiff ab, er hält kurz längsseits an und sie steigen über.

03.09.2010 Standort

Ormos Roussa - Monastiri / Paros
Und gleich nochmal ist um 05:45 die Nacht zu Ende, die Etappe nach Naoussa steht an. Anfangs gehts gegen einen noch rauen Seegang, der überhaupt nicht zu den herrschenden 5 Windstärken passen will genau gegenan. Wegen der Seegangs setzten wir nur das zweite Reff im Groß, aber nach einer Stunde ist Bettina der Spaß zu wenig, wir wechseln ins erste Reff. Und schon gehts mit teilweise 7 Knoten gegenan. Der Wind dreht auch noch ein paar Grad zu unseren Gunsten und wir können die Nordspitze von Naxos anlegen. Ganz reichts nicht rum, aber nach 2 weiteren Wenden passieren wir das Kap Stavros, die Nordspitze von Naxos. Aber dann gehts ab, bei Halbwind schwingt sich Hydra zu über 10 Knoten auf, besser gehts nicht. Kurz vor Naoussa wechseln wir wieder ins zweite Reff, damit uns bei der Einfahrt nicht der Baum um die Ohren fliegt. Wir legen den Anker in der Bucht von Monastiri, fast genau vor die Kapelle. Die Kids und ihre Eltern fahren mit dem Kaiki noch nach Naoussa zum Einkaufen, damit wir für den nächsten Tag gerüstet sind.

02.09.2010
Es geht los: Lipsi - Ormos Roussa / Denoussa
Um 05:30 ist die Nacht für Bettina und Klaus wieder zu Ende. Um 06:30 werden die Motoren gestartet, Ruby ist sofort da und schaut beim Ablegen zu. So nach und nach erscheint die ganze Crew und noch im Lee von Lipsi setzten wir Segel, zur Sicherheit das Groß im zweiten Reff. Aber schon bald wechseln wir ins erste Reff und mit Sausefahrt segeln wir ziemlich genau nach Westen. Als der Wind immer weniger wird und das Groß hin- und herpendelt, bergen wir die Segel und fahren für 2 Stunden mit der Maschine. Aber 10 Seemeilen vor Denoussa kommt der Wind zurück. Zwar nur mit 13 bis 15 Knoten, aber da überhaupt keine Welle steht, werden diese Meilen ein geniales Segelerlebnis für unsere Gäste. Stefan kommt seiner lieblingsbeschäftigung nach, er schläft den ganzen Tag abwechselnd im Cockpit und in der Koje. In der schönen Bucht von Ormos Roussa legen wir unseren Anker neben eine Neuseeländische Yacht. Den Kids gefällt die Unterwasserwelt und die Eltern schnorcheln an den Felsen entlang. Nach einem ausgiebigen Mahl an Bord von Hydra fallen alle sehr zeitig in die Kojen.

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Begegnung mit einem Kriegsschiff
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Viel Wasser auf dem Weg nach Denoussa
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Ganz früh gehts weiter nach Naoussa
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Ruby schläft im Cockpit unterm Tisch ...
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... und läßt sich von Nichts stören


01.09.2010
Verlängerung in Lipsi
Eigentlich wollten wir den Winddreher abwarten und danach nach Patmos segeln. Aber der Wind wird gleich recht heftig. Klaus hilft einer Hamburger Hallberg-Rassy beim anlegen, die grad aus Patmos kommt. Der Skipper meint, es sei keine gute Idee, jetzt nach Patmos zu segeln. Das wäre genau gegenan und die Plätze in Patmos seien ziemlich windig. So beschließen wir, noch eine Nacht in Lispi zu bleiben. Beim nachmittäglichen Wettercheck stellen wir fest, dass morgen die Bedingungen wieder besser sein sollen. Also gehts morgen los. Am Abend wird wieder in "unserer" Taverne, bei Yannis, gespeist und danach gehts nach einem Ouzo für den Skipper un sin Fru früh ins Bett.

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Die Kids beobachten die Fähre
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Johannes fängt eine Krabbe ...
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... und führt sie vor
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Ruby mit Violette vom Nachbarboot
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Die Kabnine wird mal aufgeräumt

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